Welpentraining

 Der Grundgedanke bei Welpentraining ist , die soziale Sicherheit der Welpen zu schulen und zu fördern, in der Realität ist das aber etwas anders!

 

In den meisten Welpenspielgruppen wird unnatürliches Verhalten gefördert. Die Welpen  rempeln, bedrängen, hetzen und mobben sich untereinander.

 

Etwas ängstliche Welpen werden hier nur noch ängstlicher, da sie von den anderen Welpen bedrängt oder gemobbt werden. Oder sie lernen aggressiv zu reagieren und legen sich so eine Strategie zu um die anderen von sich fern zu halten. Sie lernen Aggression als Ausweg zur eigenen Verteidigung.

 

Draufgängerische Welpen machen die Erfahrung, dass sie mit ihrem Verhalten zum Erfolg kommen. Oft entwickeln sich diese Welpen zu regelrechten Mobbern. Wenn nun der Hundebesitzer eingreifen möchte, hört er oft von unerfahrenen oder unprofessionellen Hundetrainern die Worte „das regeln die schon unter sich“. 

 

So lernen  Welpe weder ein gutes Sozialverhalten, noch machen sie  die Erfahrung das sein Mensch ihm hilft und unterstützt.

Die meisten Welpenspielgruppen laufen aber genau so ab!

 

Durch Rennen und Toben werden die Welpen immer weiter gepusht und schaffen es nicht mehr in Gegenwart anderer Hunde zur Ruhe zu kommen. Hier entsteht oft die Verknüpfung Hund = Spiel. Immer wenn sie andere Hunde sehen, möchten sie unbedingt zu diesen hin und toben, ein ruhiges Kennenlernen ist hier kaum möglich. Dürfen oder können sie aus irgendeinem Grund nicht zu dem anderen Hund hin, werden sie frustriert und daraus entsteht oft die so genannte Leinenaggression.

 

Gute Sozialisierung 

 

Wie kann man einem Welpen guten Hundekontakte ermöglichen?

 

Suchen Sie sich die Sozialkontakte, die Ihr Welpe haben darf, genau aus und verabreden Sie sich gezielt mit erwachsenen und souveränen Hunden oder entspannten Welpen. Legen Sie viel Wert auf eine gute Begegnung mit einem sozialkompetenten Hund. Oft fällt im Zusammenhang mit Welpenspielgruppen das Wort Sozialisierung. Dem Hundebesitzer wird eingeredet, dass er seinen Welpen in den ersten paar Wochen alles beibringen muss, aber oft werden diese Hundekinder einfach nur überfordert. 

 

Sozialisierung ist die Vorbereitung auf das spätere Leben, also auf das Leben mit Ihnen. 

Doch Hunde können neue Dinge nicht nur bis zur Vollendung der 16. Lebenswoche, sondern ein Leben lang lernen. Lassen Sie sich Zeit mit der Sozialisierung Ihres Welpen, zeigen Sie ihm in aller Ruhe nach und nach die Umwelt, stellen Sie ihm immer wieder souveräne Hunde vor.

 

Sie möchten eine Welpenspielgruppe besuchen, dann achten Sie bitte auf folgendes!

 

  • Die Gruppengröße sollte 4 – 6 Welpen sein und nicht mehr.
  • Außerdem sollte auf das Alter und die Größe der Hunde geachtet werden.
  • Es sollte mindestens ein kompetenter Trainer vor Ort sein.
  • Der Trainer sollte Stressanzeichen erkennt und eingreifen.
  • Der Trainer sollte nicht nach alten Methoden arbeiten, denn es hat sich in der Hundeerziehung sehr viel zum Positiven verändert.
  • Es sollte zwischen Spiel- und Ruhephasen abgewechselt werden.
  • Er soll mit seinem Menschen Spaß haben und erfahren, dass dieser immer da ist, er sich auf ihn verlassen kannten wenn es brenzlig wird.
  • Wenn möglich wäre es sinnvoll einen souveränen erwachsenen Hund am Training mit teilhaben zu lassen, der den Welpen auch mal zurechtweisen kann wenn dieser ein Fehlverhalten zeigt.

Denn was soll ein Welpe von einem anderen Welpen lernen, der selbst keinerlei Lebenserfahrung hat?

Solch eine Lehrfunktion kann nur ein souveräner erwachsener Hund übernehmen und kein Hundekind. 

 

Egal an welche Hundeschule Sie sich wenden, beweisen sie Mut nehmen Sie Ihren Welpen aus der Gruppe wenn sie bemerken das es Ihren Hund zu viel wird .

 

In diesem Sinne 

Eure Martina Busch

 

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0