Hundebegegnungen

Viele Hundebesitzer haben das Bedürfnis ihren Hunden nur frei laufen zu lassen, denn das sei das Beste für ihren Hund....

 

Wieder andere Hundebesitzer sind der Meinung sie müssen ihren Hund an der Leine führen. Sei es weil der Hund krank, aggressiv, jagdtrieblich oder klein ist.

 

Wenn sich diese beiden Hundebesitzer dann treffen, kommt es meist zu Konflikten. 

Der Besitzer des freilaufenden Hundes sagt, dass sein Hund „nix tut“! Der Hundehalter mit dem beleinten Hund bekommt es häufig trotzdem mit der Angst um seinen Hund zu tun. 

 

Nur mal ein Beispiel:

 

Ein jugendlicher Labrador und ein kleiner zierlicher Rehpinscher treffen sich, sie spielen, der Labrador tapst mit der  Pfote spielerisch auf den Rücken des Rehpinschers. Aufgrund der körperlichen Gegebenheiten, kann das  beim Rehpinscher Schmerzen verursachen. Das anfängliche Spiel kann sich so sehr schnell zu einer ernsthaften Situation wandeln, in der sich der Rehpinscher versucht zu wehren. Der jugendliche, halbstarke Labrador lässt sich das nicht gefallen und setzt sich ebenfalls zur Wehr! So dreimal dürfen Sie raten wer das Nachsehen hat? Natürlich der kleine zarte Rehpinscher.

 

Wir sollten uns klar machen, welche höchst intelligente Leistung das von einem Hund erfordern würde, wenn der Hund die Größe des gegenüber stehenden Hundes mit seinen eigenen Kräften vergleichen könnte um realistisch einschätzen zu können wie ein möglicher Kampf ausgehen könnte. 

 

Manchmal fühlen sich auch kleine Hunde sehr selbstbewusst, können ihre wahre Größe nicht einschätzen und denken, dass sie es mit ihrem großen Gegenüber aufnehmen können.

 

Mein Rat an alle Hundebesitzer, nehmen Sie ihren Liebling an die Leine - das schadet keinem! Weder dem Hund, der dadurch zuverlässig den Rückruf lernt, noch den Besitzer, welcher stolz ist, weil der Rückruf immer besser klappt. Und Sie ersparen sich unnötigen Ärger mit anderen Hundebesitzern, da sie keine Angst um ihren Hund haben müssen. 

 

Da aber Hunde Sozialkontakte haben sollen/müssen ist einfach nur ein durchdachtes Vorgehen gefragt, damit das Miteinander klappt. Grundlegend ist zunächst die Entscheidung zu treffen, ob soziale und körperliche Voraussetzungen passen. Dabei ist der gesunde Menschenverstand gefragt,  eine realistische Einschätzung hat der Mensch und nicht der Hund zu treffen. Spricht zunächst nichts dagegen, fragen Sie aus einer angemessenen Distanz den anderen Hundebesitzer, ob die Vierbeiner miteinander spielen dürfen. Erst bei einem klaren „Ja“ leinen Sie den eigenen Hund ab. 

 

Nur mit guten Verhalten gehen Sie und ihr Hund konfliktfrei durchs Leben, sind dann auch gerne gesehen und Willkommen.

 

Eure Hundetrainerin 

Martina Busch

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